
Fachlich fundiert.
Systemisch gedacht.
Dem Menschen zugewandt.
Ich bin René F. Müller, Pädagoge, Autismustherapeut und Systemischer Berater & Therapeut.
In meiner Arbeit begleite ich autistische Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie ihre Familien und ihr weiteres Lebensumfeld. Dabei verbinde ich autismusspezifisches Fachwissen mit einer systemischen und teilhabeorientierten Perspektive.
Mir ist wichtig, Menschen nicht auf Diagnosen, Schwierigkeiten oder vermeintliche Defizite zu reduzieren. Ich möchte verstehen, was einen Menschen ausmacht, was bereits gut funktioniert, wo Barrieren entstehen und welche Veränderungen zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe beitragen können.
Was mir in meiner Arbeit wichtig ist.
Verstehen, bevor wir verändern.
Verhalten entsteht nicht losgelöst von der Situation, in der ein Mensch lebt. Anforderungen, Beziehungen, Kommunikation und Umweltbedingungen können ebenso entscheidend sein wie individuelle Fähigkeiten und Bedürfnisse.
Deshalb frage ich in meiner Arbeit nicht nur:
„Was kann die Person verändern?“
sondern ebenso:
„Was können wir an den Bedingungen verändern?“
Autismustherapie bedeutet für mich nicht, autistische Menschen möglichst unauffällig an ihre Umwelt anzupassen. Gemeinsam schauen wir vielmehr darauf, welche Bedürfnisse bestehen, welche Strategien hilfreich sind und wie das Lebensumfeld so gestaltet werden kann, dass Selbstbestimmung und Teilhabe besser möglich werden.
Dabei ist mir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe wichtig. Ziele werden nicht einfach vorgegeben, sondern möglichst gemeinsam entwickelt, verständlich gemacht und im Verlauf immer wieder überprüft.
Drei Dinge, die meine Arbeit prägen.
Individuell.
Jeder Mensch bringt eigene Erfahrungen, Fähigkeiten, Interessen, Bedürfnisse und Ziele mit. Deshalb gibt es für mich keine Autismustherapie nach einem festen Schema.
Systemisch.
Menschen leben in Beziehungen und unterschiedlichen Lebenswelten. Deshalb betrachten wir nicht nur die einzelne Person, sondern auch Familie, Schule, Arbeit, soziale Beziehungen und weitere Bedingungen ihres Umfeldes.
Teilhabeorientiert.
Therapie soll nicht nur im Therapieraum funktionieren. Entscheidend ist, ob Veränderungen im Alltag hilfreich sind, Barrieren reduziert und Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglicht werden.
Systemisch denken. Individuell arbeiten.
Meine systemische Ausbildung prägt meinen Blick auf therapeutische und beratende Prozesse.
Menschen sind Teil unterschiedlicher Beziehungen und Lebensbereiche – Familie, Freundschaften, Kita und Schule, Ausbildung, Studium, Arbeit oder Freizeit. Schwierigkeiten lassen sich deshalb häufig nicht ausreichend verstehen, wenn ausschließlich die einzelne Person betrachtet wird.
Gleichzeitig gibt es keine Methode, die für alle autistischen Menschen gleichermaßen passend ist.
Deshalb orientiert sich meine Arbeit an der individuellen Person, ihren Zielen, Ressourcen, Kommunikationsmöglichkeiten und ihrem jeweiligen Lebensumfeld.
Je nach Bedarf und Auftrag können dabei auch Eltern, Angehörige und andere Bezugspersonen sowie Fachkräfte aus Kita, Schule, Ausbildung oder Arbeitsleben einbezogen werden.
Aufklärung & gesellschaftliches Verständnis.
Autismus verstehen heißt auch Perspektiven zu verändern.
Ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit ist für mich die Aufklärung über Autismus und Neurodiversität.
Noch immer wird Autismus häufig vor allem über Defizite, Auffälligkeiten oder stereotype Vorstellungen beschrieben. Das kann dazu führen, dass individuelle Bedürfnisse übersehen, Verhaltensweisen missverstanden und Barrieren vorschnell der autistischen Person zugeschrieben werden.
Ich möchte dazu beitragen, autistische Wahrnehmungs-, Denk-, Kommunikations- und Verarbeitungsweisen differenzierter zu verstehen und unterschiedliche Formen menschlicher Wahrnehmung und Entwicklung sichtbar zu machen.
Dazu gehört für mich auch, bestehende Vorstellungen kritisch zu hinterfragen und Wissen über Neurodiversität in Familien, pädagogische und soziale Einrichtungen, Schulen, Arbeitswelten und die Gesellschaft zu tragen.
Denn Teilhabe entsteht nicht allein dadurch, dass Menschen lernen, mit bestehenden Bedingungen zurechtzukommen. Sie entsteht auch dort, wo Umfelder Verständnis entwickeln, Barrieren abbauen und Verschiedenheit mitdenken.
Diese Haltung fließt sowohl in meine therapeutische und beratende Arbeit als auch in meine Fortbildungen und Fachveranstaltungen ein.
Mein fachlicher Hintergrund.
Mein beruflicher Weg verbindet Pädagogik, Rehabilitationspädagogik, systemische Therapie und Beratung sowie langjährige autismusspezifische Arbeit.
Studium
Masterstudium der Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Schwerpunkt: Rehabilitationspädagogik
Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg
Bachelorstudium der Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Schwerpunkt: Pädagogik der Kindheit, Jugend und Familie
Universität Hildesheim
Qualifikationen & Weiterbildungen
Zertifikatskurs zur Insoweit erfahrenen Fachkraft im Kinderschutz (§ 8a/8b SGB VIII, § 4 KKG)
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gemeinnützige GmbH
Systemische Therapie & Beratung
Systemisches Zentrum der wispo AG
Förderung von Menschen mit Autismus nach dem TEACCH-Ansatz
Referentin: Dr. Anne Häußler, TEACCH Certified Advanced Consultant
Berufliche Erfahrung
Pädagogische Leitung
Konzeptionierung und Aufbau des Bereichs Integrationshilfen in Kitas und Schulen sowie pädagogische Leitung.
RheinAssistenz GmbH in Mainz
Therapeut und Referent
Therapeutische Arbeit mit Menschen aus dem Autismus-Spektrum sowie Tätigkeit als Referent.
Team Autismus GbR in Mainz
Integrationsfachkraft und Sozialpädagogische Familienhilfe
Begleitung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebensbereichen.
Lebenshilfe Köln e.V.
Diese unterschiedlichen Perspektiven prägen meine heutige Arbeit. Ich kenne sowohl die direkte Arbeit mit Menschen und Familien als auch die institutionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen, unter denen Unterstützung stattfindet.
Warum eine eigene Praxis?
Vom Organisieren zurück zum therapeutischen Arbeiten.
In den vergangenen Jahren habe ich nicht nur therapeutisch und pädagogisch gearbeitet, sondern auch Angebote aufgebaut, Strukturen entwickelt und Leitungsverantwortung übernommen. Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute.
Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie sehr mir die unmittelbare Arbeit mit Menschen fehlt. Weniger Zeit am Computer, mehr Zeit im direkten Kontakt. Weniger Organisation, mehr therapeutische Praxis.
Nach dem Abschluss meiner Weiterbildung zum Systemischen Berater und Therapeuten möchte ich deshalb wieder stärker therapeutisch arbeiten und meine autismusspezifische Erfahrung mit meiner systemischen Haltung verbinden.
Mit meiner Praxis entsteht dafür ein Raum, in dem ich fachlich eigenständig arbeiten und Therapie individuell gestalten kann. Gleichzeitig möchte ich damit auf den großen Bedarf an Autismustherapie in Mainz und Umgebung reagieren.
Meine Praxis soll dabei mehr sein als ein Ort für Therapie und Beratung. Ich möchte auch dazu beitragen, Wissen über Autismus und Neurodiversität weiterzugeben, Vorurteile und Missverständnisse abzubauen und gesellschaftliches Verständnis für unterschiedliche Wahrnehmungs- und Lebensweisen zu fördern.
Meine Grundhaltung.
Verstehen
statt vorschnell
bewerten.
Ressourcen sehen,
ohne Schwierigkeiten
kleinzureden.
Individuelle Lösungen
statt
Standardprogramme.
Zusammenhänge
betrachten statt Probleme einzelnen Mensch zuzuschreiben.
Selbstbestimmung
statt Anpassung
um jeden Preis.
Barrieren abbauen
statt Teilhabe
nur einzufordern.
Wissen vermitteln
statt Vorurteile
bestehen zu lassen.